Spatenstich für die Erweiterung des Allgäu-Gymnasiums in Kempten
i+RB realisiert als Totalunternehmer einen Holz-Hybridbau mit acht neuen Klassenzimmern
Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Erweiterung des Allgäu-Gymnasiums in Kempten begonnen. i+RB Industrie- & Gewerbebau übernimmt bei dem Schulbauprojekt als Totalunternehmer die Gesamtverantwortung für Planung und Ausführung. Bis Sommer 2027 entstehen acht zusätzliche Klassenzimmer für das größte der drei staatlichen Gymnasien in Kempten.
Kemptens Oberbürgermeister Christian Schoch, der Oberallgäuer Landrat Christian Wilhelm sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Schule nahmen am Spatenstich teil. Gemeinsam gaben sie den Startschuss für ein Projekt, das die angespannte Raumsituation an der Schule nachhaltig verbessern soll.
Acht neue Klassenzimmer schaffen dringend benötigten Raum
Der Erweiterungsbau reagiert auf den akuten Platzmangel am Allgäu-Gymnasium. Nachdem ein maroder Pavillon mit vier Klassenzimmern gesperrt und anschließend abgebrochen werden musste, fehlen der Schule derzeit entsprechende Unterrichtsräume. Zwischenzeitlich wurde sogar ein ehemaliger Speisesaal in Klassenzimmer umgewandelt.
Mit dem Neubau entstehen acht neue Klassenzimmer. Damit wird nicht nur der aktuelle Fehlbedarf ausgeglichen, sondern zugleich zusätzliche Kapazität für die weitere Entwicklung der Schule geschaffen. Zwei der Räume werden inklusiv gestaltet und auf die besonderen Bedürfnisse hörgeschädigter Schülerinnen und Schüler ausgerichtet.
Premiere für die Stadt Kempten
Das Bauvorhaben ist auch für die Auftraggeberin ein besonderer Schritt: Erstmals hat die Stadt Kempten ein Projekt an einen Totalunternehmer vergeben. i+RB koordiniert dabei die Planung und Ausführung aus einer Hand. Der Entwurf und die Ausführungsplanung stammen von D’Aloisio Architekten.
„Als Totalunternehmer bündeln wir die verschiedenen Planungs- und Ausführungsleistungen und sorgen für klar geregelte Verantwortlichkeiten. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass ein möglichst großer Teil der Wertschöpfung in der Region bleibt. Deshalb setzen wir bei der Umsetzung gezielt auf leistungsfähige Partner und Unternehmen aus dem regionalen Umfeld“, erklärt Mario Bischof, Geschäftsführer von i+R Industrie- & Gewerbebau.
Nachhaltige Holz-Hybridbauweise
Der Erweiterungsbau wird in Holz-Hybridbauweise errichtet. Vorgefertigte Wand- und Deckenelemente aus Holz werden mit einer massiven Bodenplatte und massiven Treppenhäusern kombiniert. Die Holzbauarbeiten übernimmt die i+R Holzbau GmbH.
Die Vorfertigung der Bauteile ermöglicht einen zügigen Bauablauf und verkürzt die Arbeiten auf dem Schulgelände. Für die Fassade sind im Bereich des Holzbaus HPL-Platten und an den Treppenhäusern ein Wärmedämmverbundsystem vorgesehen.
Zum Energiekonzept gehören eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 50 kWp, der Anschluss an die bestehende Fernwärmeversorgung und eine mechanische Lüftungsanlage. Ergänzt wird das Konzept durch eine Dachbegrünung und einen Innenhof.
Der Erweiterungsbau umfasst rund 809 Quadratmeter Nutzfläche und einen umbauten Raum von etwa 4.473 Kubikmetern. Nach der geplanten Fertigstellung im Sommer 2027 stehen dem Allgäu-Gymnasium acht moderne und zukunftsfähige Unterrichtsräume zur Verfügung.